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Wir sind umgezogen!

Liebe Genoss_inn_en, Kolleg_inn_en, Freund_inn_en,

wir sind umgezogen und haben seit 2014 eine neue Homepage.

Zur neuen Homepage der FAU Bielefeld bitte aufs Bild klicken:

NEUE HOMEPAGE

Unsere neue Adresse: http://bielefeld.fau.org

Lohn erfolgreich eingeklagt

Leider, muss man sagen, eine gängige Praxis in der deutschen Arbeitswelt, gerade migrantischen Arbeitskräften, die sich nur vorübergehend in Deutschland aufhalten, um ihren Lohn (oder Teile davon) zu betrügen, in dem Vertrauen, dass diese nicht die Mittel und Möglichkeiten haben, sich gegen diese Lohnprellerei effektiv zur Wehr zu setzen.

organize!Dieses Vorgehen wird durch die Arbeitsgerichte teilweise nach Kräften begünstigt, durch umständliche und langwierige juristische Prozeduren, die nicht nur die Nerven strapazieren, sondern es fast unmöglich machen, ohne Rechtsbeistand auszukommen. Gänzlich kompliziert wird es, wenn noch die Übersetzungsproblematik hinzukommt, weil die Betroffenen wenig oder gar kein Deutsch sprechen.
In unserem Fall war es ein polnischer Kollege, der für eine Leihfirma im westfälischen Sendenhorst arbeitete und dem der Lohn für seinen letzten Arbeitsmonat vorenthalten wurde. Offenbar vertraute man darauf, dass er von Polen aus und mit geringen deutschen Sprachkenntnissen kaum dagegen vorgehen würde. Dass er einen engagierten deutschen Freund besass, der zuverlässig dolmetschte, und die FAU Bielefeld sich „vor Ort“ um die Sache kümmerte, darf man wohl eher als glückliche Ausnahme ansehen.
Und selbst dann: viel im Grunde überflüssiger Schriftverkehr war nötig, die Einreichung einer Zahlungsklage, bevor nach einem knappen Jahr und mehreren geplatzten Terminen die beklagte Firma schliesslich vor dem Arbeitsgericht zur Zahlung des ausstehenden Geldes verurteilt wurde. Und damit nicht genug: erst nach der ultimativen Drohung mit dem Gerichtsvollzieher ließ sich die Firma dazu herab, auch wirklich zu zahlen.
Die Freude ist gleichwohl gedämpft, denn eigentlich ist es traurig, dass man es schon als grossen Erfolg werten muss, einen ausstehenden Lohn eingeklagt zu haben. Welch ein Aufwand für ein vergleichsweise bescheidenes Resultat – von der moralischen Dimension einmal abgesehen. Und wie hoch ist die Dunkelziffer der Fälle, in denen die Lohnpreller mit ihren Praktiken durchkommen?

Gewerkschaftsfreiheit:
Große Koalition gegen Koalitionsfreiheit

„Tarifeinheit“ ist Angriff auf Gewerkschaftsfreiheit. FAU Berlin kritisiert scharf Pläne der großen Koalition.

Im Koalitionsvertrag bekundet die angehende Große Koalition aus CDU/CSU und SPD, man plane, „den Koalitions- und Tarifpluralismus in geordnete Bahnen zu lenken“, und wolle „den Grundsatz der Tarifeinheit nach dem betriebsbezogenen Mehrheitsprinzip … gesetzlich festschreiben.“ Von einer solchen Regelung wären nicht nur die sogenannten Spartengewerkschaften betroffen, sondern auch Basisgewerkschaften wie die Freie ArbeiterInnen-Union Berlin (FAU Berlin).

Bereits im November 2011 hatte die International Labour Organisation (ILO) der UNO kritisch angemahnt, dass ihr jegliche Entwicklung in Sachen einer gesetzlichen Regelung zur Tarifeinheit angezeigt werden soll, da die Tarifeinheit international anerkannte Arbeitnehmerrechte verletzen könnte. Auch die Rechte von kleinen Gewerkschaften zu stärken, wurde durch die ILO eingefordert.

„Tarifpluralität ist ein Schritt näher an der Gewerkschaftfreiheit“, so Florian Wegener, Sekretär der FAU Berlin, „die Tarifeinheit ist das genaue Gegenteil; eine Burgfriedenpolitik in Zeiten der Krise“. Letztlich würde dies eine Einschränkung der grundgesetzlichen Koalitionsfreiheit (Art. 9 GG) bedeuten.

Im Kern geht es darum, wer das Recht hat, einen Arbeitskampf zu führen. Eine gesetzliche Regelung würde die tarifliche Friedenspflicht über die vertragsschließende Organisation hinaus auf den gesamten Betrieb ausdehnen und das Streikrecht anderer Gewerkschaften verletzen. Damit behindert das „betriebsbezogene Mehrheitsprinzip“ auch die gewerkschaftliche Wahlfreiheit und privilegiert weiterhin staatlich anerkannte DGB-Gewerkschaften und fördert deren Gewerkschaftsmonopolismus.

Die FAU Berlin kämpft weiter für die Annäherung an internationale Standards, die Gewerkschafts- und Koalitionsfreiheit und proklamiert darüber hinaus das Streikrecht als Menschenrecht.

/Berlin den 13.12.2013/

Pressesekretariat der FAU Berlin: faub-presse@fau.org

Zeit zum Besinnen:
Prekäre Arbeit wünscht sich niemand!

Die Weihnachtszeit steht vor der Tür und auch in der Böll-Stiftung wäre nun nach langem Widerstand und andauernder Sturheit die Chance, einmal zur Besinnung zu kommen und über das eigene Verhältnis zur prekären Arbeit nachzudenken. Gründe dafür gibt es genug – die letzten Wochen waren ereignisreich.
Zeit zum Besinnen: Prekäre Arbeit wünscht sich niemand!

Am 29. und 30. November tagte die Mitgliederversammlung der grünen Stiftung. Die zurückliegenden Monate der Auseinandersetzung mit der FAU haben der HBS viel kritische Presse verschafft und viel Widerspruch innerhalb der Stiftung, aber auch bei den Grünen und in der Öffentlichkeit hervorgerufen. Widerspruch, der auch an der Mitgliederversammlung nicht spurlos vorbeiging. Sind die Sitzungen dieses höchsten Gremiums der HBS sonst anscheinend eine Stätte der Einvernehmlichkeit, wurde ein Antrag der Geschäftsführung auf Beibehaltung von Leiharbeit und Outsourcing zurückgewiesen und ein Antrag zur starken Beschränkung des Outsourcing zwar nicht angenommen, aber zumindest mit erstaunlich vielen Ja-Stimmen bedacht. Angenommen wurde stattdessen ein dritter Antrag des Aufsichtsrates der Stiftung: Man beschloss nach fast einem Jahr der Auseinandersetzung um die prekären Arbeitsbedingungen nun endlich aktiv zu werden und, nun ja, die Sache zu prüfen. Eine Anti-Outsourcing-Stimmung, die durch die gewerkschaftliche Kampagne der FAU Berlin an Rückenwind gewinnen konnte, wächst weiterhin. Die ebenfalls im Betrieb aktive ver.di-Gruppe, von der der abgelehnte Antrag gegen die Leiharbeit stammte, konnte rund die Hälfte der Belegschaft zur Unterschrift gegen Outsourcing bewegen. Um diesen erheblichen Dissenz in der Belegschaft konnte die Mitgliederversammlung letztlich kaum einen Bogen machen. (mehr…)

Gekämpft, geklagt, gewonnen!
FAU-Mitglied erhält nach fast zwei Jahren ausstehende Löhne

Magdeburger Messeshop muss zahlen! [Pressemitteilung der FAU Berlin]

Diesen Mittwoch wurde vor dem Arbeitsgericht in Magdeburg der Fall eines spanischen FAU-Mitglieds um seinen ausstehenden Lohn verhandelt. Die Klage richtete sich gegen die Firma Messeshop aus Eimersleben bei Magdeburg. Das Gericht urteilte in erster Instanz zugunsten des Betroffenen, wodurch die Gegenseite nun verpflichtet ist die Rechnungen in voller Höhe plus Zinsen zu begleichen und die Gerichtskosten zu tragen.

Von Februar bis März 2012 arbeiteten zwei FAU-Mitglieder für die Firma von Maria Puell. Sie wurden als Selbstständige auf Berliner Messen eingesetzt ohne dafür ihren korrekten Lohn zu erhalten. Als den anschließenden Lohnnachforderungen nicht nachgekommen wurde, baute die FAU über Monate gewerkschaftlichen Druck auf. Verschiedene Protestaktionen, eine Klage und 600 Menschen, die eine Petition für die Betroffenen unterschrieben haben, ließen der Geschäftsführerin keine Ruhe. (mehr…)

Direkte Aktion #220
November / Dezember 2013

Schwerpunkt: Stadt

bildZurzeit ist ja wieder viel los in den Städten der Welt. Und zumindest medial scheint es so, als ob sich mittlerweile alle großen Bewegungen explizit auf die Stadt oder zumindest auf einen ihrer Plätze beziehen. Oppositionelle besetzten den Taksim-Platz in Istanbul, in Rio de Janeiro ist aus den Demonstrationen gegen Fahrpreiserhöhungen der städtischen Busse eine Protestbewegung entstanden und irgendwie scheint es als hätte die ägyptische Revolution ausschließlich auf dem Tahrir-Platz stattgefunden. Haben Kämpfe in den Städten auch einen gewerkschaftlichen Charakter, vielleicht sogar einen syndikalistischen? Im Schwerpunkt beschäftigt sich die aktuelle DA mit dem Zusammenspiel der Kämpfe in Fabrik und Stadt. Außerdem geht es in dieser Ausgabe um den DGB-Tarifabschluss zur Leiharbeit, soziale Verdrängung in Marseille, Arbeit im Knast und vieles mehr. (mehr…)

FAU Bielefeld eröffnet ihr Gewerkschaftsbüro

Neueröffnung!

mit Texten, Lesungen, Musik, Kaffee, Schnittchen, Sekt und Selters!

am Samstag, 23. November 2013

ab 14.00 Uhr in der Metzerstr.20 in Bielefeld

Alle interessierten Nachbar_innen, Freund_innen und Genoss_innen sind herzlich eingeladen!

Programm
14.00 Uhr:
Eröffnung mit Rundgang und mit Buffet, mit Vorstellung des Büros, der Bibliothek und des Archivs
15.30 Uhr:
Anarcho-Poetry mit Blackbox
16.30 Uhr
Vortrag „Was treibt die FAU?“
Wir stellen die Arbeit, Inhalte und Ideen
der Basisgewerkschaft FAU vor
18.00 Uhr
Roof Room Recordings (Country/Western/Folk, Lieder zur Gitarre)

Das FAU – Büro bietet
- kostenlose Hilfe und Tipps bei Ärger oder Stress auf der Arbeit, dem Amt: zu wenig oder gar kein Geld ausgezahlt, Urlaub verweigert, unbezahlte Überstunden
- einen Treffpunkt, um sich mit Menschen auszutauschen, die unseren Ideen nahe stehen, die einfach mehr wissen, einen Kaffee trinken, Zeitung oder Buch lesen, diskutieren wollen
- einen Raum für inhaltliche Veranstaltungen, Diskussionen, Lesungen, Literatur, Filme, Kleinkunst
- unseren Mitgliedern fair gehandelte, ökologisch hergestellte Produkte aus Kollektivbetrieben: Kaffee, Wein, Nudeln, Olivenöl usw.
- ein „Bewegungsgedächtnis“ in Form einer Bibliothek mit mehreren tausend Bänden, ein umfangreiches Zeitschriften- und Dokumentenarchiv sowie eine Vielzahl audiovisueller Medien.
- Hilfe und Unterstützung bei Computerproblemen, Beratung bei Hardware, Linux-Schulungen
- eine Vernetzung mit weiteren Basisgewerkschaften und – gruppen in Bielefeld und der ganzen Welt

Öffnungszeit des Büros: montags 16 – 18 Uhr
in der Metzerstraße 20 (Ecke Mühlenstraße), 33607 Bielefeld

Treffen: montags 18.30Uhr
- des Allgemeinen Syndikats (ASY-BI): jeden 2.Montag, (immer in den ungeraden Wochen)
- der Sektion IT: alle 4 Wochen (25.11.,20.1., 17.2. usw.)
- der AG „Bewegungsgedächtnis“ (Bibliothek und Archiv): alle 4 Wochen (9.12., 6.1., 3.2. usw.)

in der Metzerstraße 20 (Ecke Mühlenstraße), 33607 Bielefeld

mail: faubi-kontakt[ät]fau.org
web: oder
FAU Bielefeld

Bitte um Unterstützung !

Liebe Interessierte, Freund_innen, Genoss_innen,

wir von der anarcho-syndikalistischen Freien Arbeiter- und Arbeiterinnen-Union (FAU Bielefeld) sind eine gewerkschaftliche Gruppe, die sich der Idee der Herrschaftslosigkeit verpflichtet fühlt. Unsere Aktionsformen zielen auf eine selbstverwaltete Gesellschaft ab, in der keine Entscheidungen ‚von Oben’ mehr stattfinden und alle Menschen ihr Recht umsetzen können, an Entscheidungen, die sie betreffen, beteiligt zu sein. Die Gesellschaft soll sich von unten organisieren, frei von Kapitalismus und Hierarchien, das ist unsere Forderung und unser praktisches Ziel. Die anarcho-syndikalistische Idee, sich von unten zu organisieren, hat nun auch in Bielefeld eine feste Anlaufstelle, und zwar in Form eines FAU- Büros (Metzer Str. 20, 33607 Bielefeld).

Das FAU-Büro soll künftig

  • eine kostenlose Beratung im Konfliktfall mit euren Arbeitgeber_innen anbieten
  • inhaltliche Veranstaltungen organisieren, z.B. zu Themen der Arbeitswelt
  • das Treffen und einen Austausch mit Menschen ermöglichen, die ebenfalls an einer herrschaftsfreien Gesellschaft interessiert sind und gemeinsam die Entwicklung vorantreiben möchten
  • der Standort einer anarcho-syndikalistischen Bibliothek sein
  • Teil einer Vernetzung mit vielen libertären Gruppen

Von diesem Büro
kön­nen viele gute Im­pul­se aus­ge­hen, al­ler­dings be­nö­ti­gen wir dazu auch eine halb­wegs ge­si­cher­te fi­nan­zi­el­le Basis. Vie­les wurde schon er­reicht. Die Bü­ro­ein­rich­tung läuft auf vol­len Tou­ren, ein Grund­stock für die Miete ist vor­han­den. Aber es ist alles noch recht knapp be­mes­sen. Daher möch­ten wir dich/euch gerne um So­li­da­ri­tät und fi­nan­zi­el­le Un­ter­stüt­zung bit­ten. Um unser Pro­jekt lang­fris­tig zu sta­bi­li­sie­ren, wäre zum Bei­spiel ein Dau­er­auf­trag von 5 bis 10 Euro mo­nat­lich toll, aber wir freu­en uns eben­so über eine ein­ma­li­ge Spen­de. Un­ter­stützt das Gewerkschaftsbüro der FAU Bie­le­feld!

Unser Konto:
FAU Lokalföderation Bielefeld
Kontonummer 47 88 478
Bankleitzahl 830 654 08
Deutsche Skatbank*
*Anmerkung: Die Deutsche Skatbank ist eine Zweigniederlassung der Volks- und Raiffeisenbank Altenburger Land e.G.

Freie ArbeiterInnen Union (FAU) Bielefeld
Kontakt: faubi-kontakt[ät]fau.org